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German Der demokratische Diktator Der ehemalige Surfer und Leiter des Ripley's-Museum in Australien, Russel Murphy, dient als Beispiel für einen selbstsicheren, fairen und loyalen Manager Von Tim O’Brien
In seiner Rolle als Regionalleiter bei Ripley Entertainment arbeitet Russell Murphy als Geschäftsführer des "Ripley's Believe It or Not!"-Museums in Queensland in Australien, während er gleichzeitig die Attraktionen des Unternehmens in Malaysia und Thailand beaufsichtigt. Er war bei Ripley's bereits vier Mal Manager des Jahres und arbeitet als Direktor im Vorstand des Surfers Paradise Managements und im Kommunikationskomitee der IAAPA. Er hat außerdem am College of Technical and Further Education des Gold Coast Institutes Kurse zu Selbstsicherheit und Selbstachtung gegeben. Nicht schlecht für jemand, über den Lehrer und andere Kinder sagten, dass "er es nie zu etwas bringen würde". Tatsache ist, dass er fast 15 Jahre nach dem er die Schule verließ, einen Lebensstil hatte, der dies bestätigte. Dann wurde es ernst. Mit 10 Jahren entdeckte er die Rockmusik, danach Mädchen und mit 17 das Surfen, und das war dann das entscheidende Element für einen Lebensstil, dessen Mittelpunkt die Suche nach der perfekten Welle war. Murphy arbeitete hart und lebte das Leben eines wahren Surfers in einer Gegend des Landes, das passenderweise als Surfers Paradise bekannt ist. Hier, an der mittleren Ostküste von Australien, befindet sich auch das "Ripley’s Believe It or Not!"-Museum. Er arbeitete meistens als ungelernter Arbeiter, wusste aber, dass er eines Tages "ernst machen" würde mit einem "echten" Job im Geschäftsleben. "Wissen Sie, es ist schwierig, sich auf ein herkömmliches Geschäft zu konzentrieren, wenn Sie sich inmitten einer Welle befinden", sagt er. "Ich wusste, dass mich die naturbedingte Entwicklung zum richtigen Zeitpunkt zu einer Karriere führen würde. Ich hab' nicht gedrängelt". Da er mit Teilzeitarbeiten und einer Vollzeitleidenschaft für das Surfen beschäftigt war, nahm er sich, bis er 40 war, nie die Zeit, sich darum zu kümmern, "worum es bei Liebe wirklich ging", sagt Murphy. Er heiratete mit 46 Jahren das erste und einzige Mal. Während seiner Surfjahre ging er, wenn er nachts nicht arbeitete, zur örtlichen Universität und belegte Marketingkurse. "Nachts konnte ich nicht surfen, also belegte ich ein paar Kurse", sagt er. Im Gegensatz zu vielen seiner Surferfreunde führte die jahrelange Leidenschaft für Wellen für Murphy nicht dazu, dass er zu einem kompletten Aussteiger aus der Durchschnittsgesellschaft wurde. Seine Mutter erzog ihn dazu, die Gesetze zu befolgen, was ihm dabei half, auf dem richtigen Weg zu bleiben. Obwohl er dafür bekannt war, ab und zu mal einen zu kippen, hatte er nie ein Problem damit, sich von Drogen fern zu halten, die oft mit dem Lebensstil, den er führte, assoziiert wurden, meint er. "Eigentlich ist es ganz einfach", sagt er. "Ich habe gründlich darüber nachgedacht. Falls ich Drogen genommen hätte, hätte ich gegen Gesetze verstoßen, und wenn du gegen Gesetze verstößt, wanderst du ins Gefängnis. Und im Gefängnis kann man nicht surfen. So einfach ist das!"
Es ist soweit Murphy hatte seine "Erleuchtung" im Jahr 1983, als er als Barkeeper in Queensland arbeitete. Er stand hinter der Bar und schaute über die Straße auf die verlockenden Wellen des Ozeans. "Ich erkannte, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei. Ich war bereit. Als ich dort stand, begriff ich, dass ich meine Prioritäten ändern musste, und zwar vom Rumgammeln zum Arbeiten", sagt er. Er behauptet, es sei nicht traumatisch gewesen. Er war erst 30 Jahre alt und konnte zum ersten Mal auf seine Surftage zurückblicken und verstehen, dass sie zwar Spass gemacht hatten, aber nur der Auftakt zum Hauptereignis in seinem Leben waren. Sein erster "ernsthafter, karriereorientierter" Job war in der Hotelbranche und zwar im Mooloolaba Hotel an der Sunshine Coast. Hier arbeitete er als Nachtklubmanager. Danach arbeitete er für Castlemaine Perkins als stellvertretender Direktor eines seiner Hotels. Im Jahr 1985 zog er zum Great Barrier Reef in Norden von Queensland um, wo er der stellvertretende Direktor der Lizard Island-Ferienanlage war. 1986 kehrte er zur Goldküste zurück und arbeitete vier Jahre lang als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei Hilbert's Cruises and Tours, bevor er sich schließlich dem Ripley-Team anschloss. Im Jahr 1990 fing Murphy als Marketingleiter beim Ripley’s Believe It or Not!-Museum an, das zu diesem Zeitpunkt einem Franchisenehmer gehörte. 1991 kaufte Ripley Entertainment das Geschäft vom Konzessionsinhaber und Murphy blieb als Geschäftsführer an Bord. Ian Iljas, der Geschäftsführer des Ripley’s Believe It or Not! in San Francisco wurde nach Australien geschickt, um Murphy als Geschäftsführer zu schulen. "Nachdem ich einige Zeit mit Russell verbracht hatte, stellte ich fest, dass er den Elan, den Enthusiasmus und die Persönlichkeit hatte, die man brauchte, um das Geschäft an diesem Standort mehr in Schwung zu bringen", sagt Iljas zu Funworld. "Seine Energie, sein Humor, seine Vision, seine Offenheit und seine Fähigkeit zum Vermarkten und Promoten des Geschäfts trugen wesentlich dazu bei, dieses Geschäft in die richtige Richtung zu bringen". Im Jahr 1997 wurde Murphy für das erreichte Geschäftswachstum und verschiedene andere Faktoren zum ersten Mal als Ripley's Manager des Jahres ausgezeichnet, eine Ehrung, die er inzwischen viermal erhalten hat und damit öfter als jeder andere Manager von unternehmenseigenen Attraktionen. Iljas bemerkt, dass das was Murphy erreicht hat, für Ripley Entertainment beispiellos ist. "Russell hat das Geschäft in Surfers Paradise auf ein Niveau gebracht, das viele Leute für unerreichbar hielten", sagt Iljas. Murphy behauptet von sich, als "demokratischer Diktator" zu arbeiten. Er betreibt das Geschäft nach seinen eigenen Überzeugungen und Idealen, "berät sich aber mit dem Personal zu deren Ideen und Meinungen", bevor er es - meistens - so macht, wie er will. Eine seiner Lieblingsaussagen ist: "Führung ist Aktion, nicht Position". Darren Loblaw, der CFO von Ripley, hält Murphy für einen erfolgreichen Manager, "weil er aufs Intensivste loyal ist und sich ungeheuer um sein Geschäft und um das wichtigste Kapital des Unternehmen, nämlich seine Mitarbeiter, sorgt". Er fühlt sich wirklich wohl im Museum und verbringt soviel Zeit wie möglich darin und auf der Straße vor der Attraktion, um mit Besuchern zu sprechen. Er verbringt außerdem einen Teil des Tages am Kartenschalter und in der Lobby, wo er den Puls der Öffentlichkeit spürt. "Ich bin kein Bürohengst, das ist schon mal sicher, aber es wird für mich immer schwieriger, mich aus dem Büro loszureißen und ins Museum zu gehen, was schlecht ist, weil die Antworten zu den meisten unserer Probleme dort draußen sind. Wenn ich mit den Besuchern spreche, kann ich herausfinden, was getan werden muss und wenn ich ihnen zuhöre, kann nichts schief gehen". Pete Fisk, der Direktor für Attraktionsdienstleistungen bei Ripley's, ist beeindruckt von Murphy's tatkräftigem Ansatz. "Russell ist ein Manager, der immer an vorderster Front ist und die Dinge in die Hand nimmt", sagt Fisk. Seinen Besuchern zuzuhören, über den Tellerrand zu schauen und sich in der örtlichen Geschäftswelt zu engagieren hat Murphy dabei geholfen, das 1,3 Quadratkilometer große Museum voranzubringen und gleichzeitig in den letzten 10 Jahren ein jährliches Durchschnittswachstum von 12,5 Prozent zu erreichen.
Beaufsichtigung des Asiengeschäfts Anfang des Jahres 2005 wurde Murphy zum Regionalleiter befördert und beaufsichtigt damit die Attraktionen von Ripley in Asien. Er leitet zwar weiterhin die Anlage in Australien, fungiert nun aber auch als Unternehmensverbindung, um andere zu unterstützen. In seiner Verantwortlichkeit liegt es, im Namen der Firma über die betrieblichen Aspekte der Attraktionen des Unternehmens in Thailand und Malaysia zu berichten. Dazu gehören die Beaufsichtigung der Sauberkeit, der Personalleistung, der Qualität der Ausstellungsstücke und das Thema Marketing. Außerdem bietet er Unterstützung und Vorschläge, wie das Geschäft in Bereichen, die Aufmerksamkeit benötigen, auf den neuesten Stand gebracht und verbessert werden könnte. "Die anderen Standorte, die Russell nun beaufsichtigt, werden in großem Maße von seiner gründlichen Erfahrung, Energie und seinem einmaligen Sinn für Humor profitieren", bemerkt Loblaw. Bob Masterson, der Präsident von Ripley Entertainment, stellte Murphy im Jahr 1991 ein und sagt, dass ein Grund für die ausgezeichnete Arbeit, die Murphy leistet, das Vertrauen auf seine eigene Intuition ist. "Selbstsicherheit ist einer der wichtigsten Charakterzüge erfolgreicher Menschen und Russell hat zweifellos Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten", sagt Masterson. Er fügt hinzu: "Ich kann mir keinen besseren Botschafter aus Australien für unsere Firma oder, wenn wir schon dabei sind, für die gesamte Industrie vorstellen".
Die großen Buben in der Nachbarschaft Die Attraktion von Murphy gehört zum selben Zielmarkt wie die größten Attraktionen des Landes: Dreamworld, Sea World, Wet 'n Wild und Warner Bros. Movie World. "Sie sind Konkurrenten, auch wenn sie um so vieles größer sind. Da wir ein Ferienort sind, bleiben Leute ein paar Tage und geben uns dadurch die Möglichkeit, sie auch für unsere Attraktion zu interessieren", bemerkt er. Das Museum sieht sich weiterer Konkurrenz gegenüber, da es sich auf der unteren Ebene in einem Einkaufszentrum befindet, das nur 200 Meter vom beliebten Strand Surfers Paradise Beach entfernt ist. Dadurch ist es für Vorbeigehende nicht so gut sichtbar. "Wir müssen Wege finden, Aufmerksamkeit zu erregen und uns deutlicher abzuheben", sagt Murphy. "Wir hatten viel Glück durch kostenlose Medien und dadurch viel Beachtung auf nationaler Ebene". Seine joviale Persönlichkeit sowie seine Marketing- und PR-Fähigkeiten halfen ihm bei seinen Medienkontakten. Durch seine Kontakte wurde er in mehreren nationalen TV-Shows vorgestellt, zum Beispiel "Burke's Backyard", "Time Out for Serious Fun" und die "Today Show", die von einer Küste zur anderen ausgestrahlt wird. "Die Today Show" war großartig für uns. An einem Morgen wurde jede Wetterpause in der Zeit von 6 bis 9 Uhr live von unserem Museum ausgestrahlt".
Murphy's Gesetze Der erste Eindruck, den man von Murphy bekommt, ist der einer Person aus dem Showgeschäft. Er ist laut, selbstsicher, ziemlich humorvoll und macht gerne Spaß. Hinter all diesem herausfordernden Benehmen ist Murphy jedoch ein tiefsinniger Intellektueller, der immer mit Gedanken anregenden Sprüchen aufwarten kann. "Ich bin im Grunde ein sehr bescheidener Mensch", sagt er. Murphy schreibt seit 12 Jahren alle Zitate, die ihm gefallen, in ein Tagebuch. Immer, wenn ihm ein einmaliger Gedanke über das Leben einfällt, schreibt er ihn auf. Immer, wenn er "weit" über den Tellerrand hinausschaut, schreibt er die Idee auf. Das Buch ist voller motivierender Sprüche und einmaligen Gedanke über das ganz normale Leben, Gott und Unternehmensphilosophie. 1990 schrieb er ein weit verbreitetes Gedicht über das Surfen mit dem Titel "The Surfing Years", eine autobiografische Ode an seine Zeiten am Strand. Murphy genehmigt sich ironische Aussprüche über seine Vergangenheit mit Zeilen wie "Obwohl sich mit den Jahren die Zeiten geändert haben, bleiben der Lifestyle und die Gefühle beim Surfen die gleichen", "Jetzt, wo ich arbeite und viel unter Druck stehe, denke ich an diese lang vergangenen Tage" und "In meinem Herzen ist immer Platz für diese Erinnerungen: dieser Teil meines Lebens wird niemals ganz verschwinden". Auf seiner täglichen zehnminütigen Fahrt in die Arbeit kommt er an mehreren Surferstränden vorbei, die ihm vor 16 Jahren so sehr vertraut waren. "Manchmal habe ich ein Flashback, muss ich gestehen", jammert er. "An diesen Tagen zieht es mich ganz besonders dort hin und dann will ich anhalten, aus dem Auto aussteigen und den Ozean riechen. Das sind so herrliche Düfte". Er surfte zum letzten Mal am 31. Dezember 1999 am Strand von Monee Beach in Neusüdwales. Murphy hat auch Gameshows ausprobiert und sogar gewonnen. Im Jahr 1984 war sein erster Versuch mit Gameshow-Reichtum die Show "The Perfect Match" und er gewann eine Wochenendreise nach Bali. 1996 wurde er bei "The Sale of the Century" um eine Frage geschlagen und im Jahr 2002 hatte er in der Show "Weakest Link" einen Flop. Aber die Gameshowtage von Murphy sind jetzt vorüber. "Jetzt treffe ich selbst die Entscheidungen in meinem Leben, nicht der Zufall", sagt er. "Außerdem hab ich die Abschiedsgeschenke satt". Verlieren Sie sich Das Magazin Funworld besucht das größte und berühmteste Aquarium der Welt Von Jeremy Schoolfield
In die Tiefen Der Mitgründer von Home Depot, Bernie Marcus, enthüllt das Georgia Aquarium, sein beeindruckendes "Dankeschön" an Atlanta
Es ist eine Sache, etwas über Walhaie zu lesen und etwas darüber zu erfahren, wie groß sie werden können (12 Meter!) oder wie reibungslos sie durchs Wasser gleiten. Aber es ist ganz etwas anderes, wenn einer dieser Kolosse aus den trüben Tiefen eines 22,7 Millionen Liter-Tanks sich an Ihnen vorbeischlängelt und über Ihren Kopf wegschwimmt - in greifbarer Nähe. Im neuen Georgia Aquarium in Atlanta, das nicht nur einen, sondern zwei dieser Haie beherbergt, machen Sie nicht nur einen Spaziergang an einem faulen Wochenendnachmittag. Dies ist mehr als ein Ort, an den man quengelige Kinder während der langen Sommerferien bringt. Es ist auch mehr als ein Ort, an dem man etwas über die Bewohner der tiefen Gewässer dieses Planeten erfahren kann. Sie tauchen damit, einfach ausgedrückt, in eine gesamtheitlich Erfahrung ein, die die Sinne überwältigt und den Geist fesselt. Besucher werden in ein dunkles, höhlenartiges Gebilde gezogen, das einem Schiff nachgebildet ist und in dem sie nach jeder Kurve atemberaubende Ausblicke geboten bekommen, bei denen ihnen der Mund offen stehen bleibt. Das neue, ca. 51.500 Quadratmeter große aquatische Paradies, das hauptsächlich durch 250 Millionen US-Dollar des Mitgründers von Home Depot, Bernie Marcus, finanziert wurde, spottet fast jeder Beschreibung. Es gibt mehrere Stellen im Georgia Aquarium - und sie wissen bald, welche die richtigen sind -, an denen Sie nur stehen (oder sitzen) und die herrlichen Sehenswürdigkeiten anstarren können. Marcus öffnete am 22. Juni 1979 seinen ersten Home Depot-Laden in Atlanta zusammen mit dem Mitgründer Arthur Blank. Fast 30 Jahre später ist "The Home Depot nun der weltgrößte Einzelhändler für Heimwerker und Marcus hat ein großes Loyalitätsgefühl gegenüber den Menschen in Georgia wegen all der Unterstützung, die sie ihm und seinem Unternehmen zukommen ließen. "Dies ist jetzt meine Chance, etwas für die Stadt zu tun, die so viel für mich getan hat", sagt er. "Alles, was ich in meinem Leben erreicht habe, verdanke ich Georgia". Marcus sagt, dass er sich für ein Aquarium entschieden hat, weil es für alle Bevölkerungsschichten interessant ist - wer findet Fische nicht toll zum Anschauen? Aber er wollte nicht das gleiche wie alle anderen machen. Er stellte sich das Georgia Aquarium als ein Signal für Atlanta vor, eine Anlage, die der Stadt dabei helfen könnte, sich von "nur" einem Geschäftsstandort zu einem selbstständigen Touristenziel zu verwandeln. "Dies wird für die gesamte südöstliche Region der USA ein Wirtschaftsgenerator sein", sagt die Bürgermeisterin von Atlanta, Shirley Franklin. Das Aquarium, das am 23. November 2005 eröffnet wurde, ist nun das größte der Welt und wurde mit einem Unterhaltungswert geplant, der jeden möglichen potenziellen Besucher ansprechen soll. Wir sprechen hier nicht über die typischen quadratischen Tanks, die hier eher die Ausnahme als die Regel darstellen. Die fünf wichtigsten Ausstellungsräume der Anlage bieten mehrere "Überraschungen", in denen Besucher um eine Ecke gehen oder aus einem dunklen Korridor kommen und sich ihren Augen wieder neues Entzücken bietet. "Die Fische sollten die Hauptattraktion bleiben", sagt Gary Goddard, dessen Firma Gary Goddard Entertainment die Hauptdesignfirma für das Aquarium war. "Wir haben ein großartiges Anschauungsprojekt für die Stars kreiert". Die ganze Designarbeit hat allerdings keinen Sinn, wenn die Besucher die Stars nicht tatsächlich sehen können. Anstatt normales Glas zu benutzen, wird bei vielen Tanks im Georgia Aquarium Acrylglas verwendet, das die Perspektive des Betrachters beim Blick ins Wasser nicht beeinträchtigt. Das Material ist so kristallklar (freiwillige Taucher verwenden Windeln, um die Fenster von innen sauber zu machen), dass es so wirkt, als könne man direkt ins Wasser hineinlaufen. "Den Ozean nach Atlanta zu bringen war keine kleine Leistung", sagt der Gouverneur des US-Bundesstaates Georgia, Sonny Perdue. "Dies ist ein riesiger Gewinn für uns alle". Ok, nun ist es raus. Die Öffentlichkeit reagierte ungeahnt positiv auf die Anlage und es kamen in den ersten zwei Monaten fast 600.000 Besucher. Die Jahrespässe waren bereits Mitte Januar ausverkauft und das Aquarium rechnet für das Jahr 2006 mit 3,5 Millionen Besuchern, womit das Wunschziel von 2 Millionen weit übertroffen wird. Auf den nächsten Seiten nimmt Funworld Sie auf eine Reise durch das Georgia Aquarium mit, eine wahrlich monumentale Ergänzung für die Vergnügungs- und Attraktionsbranche. Wie Marcus bemerkt: "Dies ist ein Traum, der wahr geworden ist".
Bildung für jedermann Alles im Georgia Aquarium unterstreicht das Thema Umweltschutz
Als Bernie Marcus die Idee zum Bau eines Aquariums in Atlanta hatte, wollte er neue Gebiete erschließen, indem er Besucher nicht nur unterrichtet, sondern dieses Wissen auf unterhaltsame Weise vermittelt. Diese Myriaden von Ausstellungen in der ganzen Anlage, bei denen Sie nur sprachlos staunen können, beweisen, dass er Letzteres erreicht hat. Aber all die unterhaltsame Darstellung hat mehrfache Zwecke und eines der Hauptziele ist die Bekräftigung des Umweltschutzanliegens des Aquariums. Das Georgia Aquarium hat sich dazu verpflichtet, weltweit führend bei aquatischem Umweltschutz und in der aquatischen Forschung zu sein, und zwar mit einem hypermodernen, fast 540 Quadratmeter großen Tierkrankenhaus, das gleichzeitig als voll integriertes Tierarztlehrprogramm fungiert. Alles im Aquarium ist darauf ausgerichtet, Menschen dabei zu helfen, die kostbaren Lebewesen der Unterwasserwelt zu verstehen und zu erfahren, was für ihren Schutz getan werden kann. Die Anlage bombardiert Besucher aber nicht an jedem Ausstellungsort mit riesigen Mengen an Informationen auf mehreren Tafeln; stattdessen planten die Designer, die Tiere für sich selbst sprechen zu lassen. Es werden lediglich die Bewohner eines jeden Tanks gekennzeichnet, aber sonst sind die Informationen auf ein Minimum reduziert, wodurch die Neugierde der Besucher geweckt werden soll, anstatt sie mit Informationen zu übersättigen. Die Besucher können sich dann zu Hause über die Tiere informieren, falls sie weiteres Interesse haben. Für diejenigen, die Fragen zu dem was sie sehen haben, steht zahlreiches Personal in jedem Ausstellungsraum bereit, um einzelne Fragen zu beantworten. Der Gedanke, der dahinter steckt, ist, dass sich Menschen Informationen besser merken können, wenn sie sie von einer richtigen Person hören als wenn sie sie von einer Tafel ablesen. Kinder erhalten besondere Aufmerksamkeit im Georgia Aquarium, wenn es um Bildung geht. Eigentlich haben sie den gesamten zweiten Stock für sich alleine. Diese Ebene der Anlage, die die "Lernschleife" (Learning Loop) genannt wird, erlaubt nur Schülern und ihren Lehrern, die sich auf einer Exkursion befinden, exklusiven Zutritt durch einen eigenen Eingang. Mit dem zweistündigen Programm für vier verschiedene Altersgruppen bringt der "Loop" des Aquariums die Schüler über und hinter die fünf Ausstellungsräume und zeigt einmalige Ausstellungsstücke, bietet Bildungslaboratorien und Perspektiven hinter den Kulissen, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. (Der Eintritt kostet 9,50 US-Dollar pro Kind) Nehmen wir zum Beispiel die herrliche Korallenriffausstellung im "Tropical Diver": Während Besucher die malerische Neuschaffung des pazifischen Unterwasserlebensraums bestaunen, können Schüler auf eine Laufbrücke über dem Tank stehen (selbstverständlich außer Sichtweite des Ausstellungsraums darunter) und in dem angenehmen Klima einen genauen Blick darauf werfen, wie das Aquarium seine Ozeanwelle simuliert. Sie können auch ihre Schuhe ausziehen und auf dem Ersatzstrand umherlaufen und gleichzeitig herausfinden, was dazugehört, um solch eine Umgebung innerhalb eines Gebäudes zu kreieren. Drüben im Ausstellungsraum "River Scout", in der Besucher "unter" einem nachgebildeten Fluss gehen, können Schüler die Ausstellung von oben betrachten. Das Erlebnis findet in einer Art rustikalen Hütte statt und wurde mit mehreren interaktiven Ausstellungsstücken untermauert, mit denen Kinder etwas über Süßwassertiere und die Wirkung von Umweltverschmutzung auf das Ökosystem lernen können. "Wir haben versucht, eine immersive Lernumgebung zu schaffen", sagt Brian Davis, der Bildungsleiter des Aquariums. "Dies ist kein typisches Klassenzimmer".
Hallo Deepo Wahrscheinlich fasst kein einziges Element des Georgia Aquarium seine hybride Philosophie zwischen Bildung und Unterhaltung besser zusammen als die "Deepo's Undersea 3-D Wondershow", ein Originalfilm, der im 4-D-Kino des Aquariums gezeigt wird. Deepo, der niedliche, kleine, orangefarbene Garibaldifisch ist das offizielle Maskottchen des Aquariums (die Beluga-Wale und Walhaie könnten möglicherweise als "nicht offizielle" Maskottchen betrachtet werden) und ist der Star dieser fantasievollen aquatischen Geschichte, die von der Firma Gary Goddard erfunden und produziert wurde. In einem 4-D-Theater sitzt man nicht nur auf seinem Platz und schaut den Film an. Goddard kennt sich mit diesen Erlebnissen besonders gut aus, da er der führende Designer der Filme "The Amazing Adventures of Spider-Man" (Universals Islands of Adventure) und "Terminator 2:3D" (Universal Studios in Orlando, Florida) war. Hier eröffnet er den Film mit einem richtigen Schauspieler, der sich an die Zuschauer wendet, bis dieser Schauspieler sich in einen Fisch verwandelt und zusammen mit seinem Unterwasserkumpel Deepo auf wunderbare Weise in der Leinwand verschwindet. Durch das ganze lebhafte Musical hindurch wird das Umweltschutzanliegen des Aquariums deutlich, aber auf intelligente Art und Weise präsentiert, während die ganze Zeit die Besucher mit Luft angeblasen, mit Wasser bespritzt und auf vibrierenden Sitzen herumgeschüttelt werden, passend zu den Ereignissen auf der Leinwand. Der Eintritt kostet 5,50 US-Dollar für Erwachsene und 4 US-Dollar für Kinder von 3 bis 12 Jahren.
Ausstellungsräume voller Wunder Das Georgia Aquarium bietet fünf vollkommen unterschiedliche Ausstellungen, die das Auge erfreuen und den Geist anregen
Das Georgia Aquarium ist in fünf Hauptausstellungsräume aufgeteilt, von denen sich jeder auf einen anderen Abschnitt im aquatischen Leben des Planeten konzentriert. Sie gehen alle vom prächtigen zentralen Atrium der Anlage aus und bieten vollkommen unterschiedliche Erlebnisse. So können Besucher aus den Tiefen des mittelamerikanischen Barrier Reefs zu einem Korallenriff in den pazifischen Randgebieten bis zu den arktischen Gewässern der nördlichen Hemisphäre und zum Süßwasser von Nordamerika bummeln. Hier zeigen wir Ihnen einen Blick auf jeden dieser eindrucksvollen Räume. Ocean Voyager: Journey with Giants (Reisen mit Riesen) Zweifellos ist das charakteristische Merkmal des Georgia Aquarium der unfassbar große, 22,7 Millionen Liter fassende Tank des "Ocean Voyager: Journey with Giants"-Ausstellungsraums. Hier sollen die Besucher das Gefühl bekommen, dass sie sich inmitten des mesoamerikanischen Barrier Reefs von Zentralamerika befinden und der Ausstellungsraum ist eine Reise um - und durch - das größte "Goldfischglas" der Welt, mit etwa 425 Quadratmetern Fensterfläche. Es wird immer dunkler, während die Besucher den allgemeinen Bereich des Aquariums verlassen und in die tiefen, dunklen Gewässer des "Ocean Voyager" hineinsteigen. Es gibt ein paar kurze Einblicke in den Tank von außen, aber einer der größten "Wow!"Momente der ganzen Anlage folgt sogleich. Nach einer Kurve befinden sich Besucher in einem 30,5 Meter langen Tunnel, der komplett aus Acrylglas besteht, und in dem sie buchstäblich inmitten Tausender Fische in dieser massiven Struktur gehen, als würden sie auf dem Meeresboden herumspazieren. Der Tunnel teilt den Tank fast genau in der Mitte, also sieht es von dieser Perspektive aus, als ob das Wasser in jede Richtung unendlich weiterverläuft. Genau so, wie es die Designer geplant hatten. Es ist nicht unüblich, dass manche Besucher einfach bewegungslos in diesem Raum stehen, während Schwärme mit kleineren Fischen über und um sie herumschwimmen, oft im Kielwasser der unangefochtenen Könige des Tanks: den Walhaien Ralph und Norton. Walhaie sind die größten Fische der Welt und das Georgia Aquarium besitzt die beiden einzigen der Vereinigten Staaten. Im Moment sind diese Riesen der Unterwassersphäre etwa 7,6 Meter lang Sie können jedoch bis zu 12, 15 und sogar 18 Meter lang werden - stellen sie sich nur einmal vor, wie Sie in ein paar Jahren in diesem Tunnel stehen und ein Hai fast den gesamten Blickbereich ausfüllt. Aber die Walhaie sind sicherlich nicht die einzigen, wegen denen man in diesem Abschnitt des Aquariums kommen sollte. Wahrscheinlich schwimmen Ihnen auch ein paar große Hammerhaie über den Weg (die bis zu 6 Meter lang werden), ein großzahniger Sägefisch, ein Bogenmaulfisch und viele, viele andere. In der Zwischenzeit bewohnen auch Tausende von kleineren Spezies den Tank und wenn Schwärme von tropischen Fischen in leuchtenden Farben - wie die goldenen Stachelmakrelen - durch den Tunnel ziehen, sieht alles aus, als würde man es durch ein aquatisches Kaleidoskop betrachten. "Ocean Voyager" ist ein perfektes Beispiel für das Gesamtziel der Designer des Georgia Aquariums. "Wir wollten hier etwas Untypisches schaffen", sagt Gary Goddard, dessen Firma Gary Goddard Entertainment die Hauptdesignfirma für das Aquarium war. "Es ist wie eine laufende Kinoerfahrung".
Niemals wurde dieses Konzept vollkommener realisiert als in der letzten "Überraschung" dieses Ausstellungsraums: das zweitgrößte Sichtfenster der Welt, das 8,5 Meter hoch und 19,2 Meter breit ist. Obwohl es "The Theater" genannt wird, geht es in diesem stillen Raum nur um das, was man sieht. Es gibt keine Sitzplätze, aber Besucher können auf Stufen sitzen, um eine Pause zu machen und die Szenerie aufzunehmen. Wie fast überall in diesem Ausstellungsraum gibt es auch in diesem Bericht kaum Licht; die ganze Beleuchtung kommt vom blauen Wasser auf der anderen Seite des 0,6 Meter dicken Acrylglasfensters. Zwei Videobildschirme in der Ecke des Raums bieten lautlose Neuigkeiten darüber, was jeder gerade sieht, aber sie sind nicht im Weg - diejenigen, die mehr erfahren möchten, können dies tun, aber für diejenigen, die in dieser stillen Umgebung allein gelassen werden möchten, gibt es fast keine Unterbrechungen. Wie auch bei anderen Sichtbereichen im ganzen Aquarium ist der Tank eigentlich unterhalb des Bodens des Ausstellungsraums, was zu der Illusion beiträgt, dass Besucher nur in diese Unterwasserwelt hineingetreten sind. Zusammen mit der nicht verzerrenden Qualität des Acrylglases haben Besucher das Gefühl, dass sie tatsächlich richtig ins Wasser laufen.
Cold Water Quest: The Chilly Unknown (Das kalte Unbekannte) Im Georgia Aquarium gibt es massenhaft zu sehen, aber bestimmte Elemente darf man einfach nicht verpassen. Ganz oben auf der Liste: die Belugawale. Sie befinden sich in einem 3 Millionen Liter-Tank im "Cold Water Quest: The Chilly Unknown". Diese fünf Belugas des Aquariums kommen aus den arktischen und subarktischen Gewässern der nördlichen Polarregion. Die Wale sind außerordentlich soziale Säugetiere, die in Gruppen leben, jagen und migrieren, die "Herden" genannt werden. Diese sehnigen Körper werden etwa 3 bis 4,5 Meter lang und mit ihren anmutigen Bewegungen wirkt es, als würden die Wale zur New Age-Musik tanzen, die diesen Bereich des Ausstellungsraums erfüllt. Der Anblick ist so spektakulär, dass das Aquarium den Gästen ermöglicht, ihn aus drei unterschiedlichen Perspektiven zu sehen - von zwei Ebenen in der Ausstellung und einem Portal des Oceans Ballroom aus. Es gibt im "Cold Water Quest", dem bestimmt mannigfaltigsten Ausstellungsraum mit seiner großen Themenauswahl, aber noch so viel mehr als die Belugas. Besucher dieses Bereichs treffen gleich auf Anhieb den sofort erkennbaren Fisch der gesamten Anlage: den Garibaldi, einen Riffbarsch aus den Kelpwäldern von Kalifornien, der auch als das Maskottchen des Aquarium, Deepo, dient. Auch hier wird wieder die Wichtigkeit des Acrylglases, das für die Tanks verwendet wird, für die Besucher betont, das es praktisch keine Reflexion zwischen Besuchern und Fischen gibt, so dass es manchmal wirkt, als würden Sie Ihnen direkt auf den Schoß springen. Dieses Erlebnis des Eintauchens wird im gesamten Ausstellungsraum verstärkt; gleich gegenüber vom Garibaldi befindet sich beispielsweise einer von vielen im Aquarium verstreuten berührbaren Tanks, wobei sich in diesem bis oben hin mit klarem, kalten Wasser gefüllten Tank Seesterne, Seeigel und verschiedene andere hochgradig strukturierte Meereslebewesen befinden. Neben dem Berührungstank taucht eines der gruseligsten Ausstellungsstücke des Aquariums auf: die japanischen Spinnenkrabben. Diese leuchtenden Tiefseebewohner werden normalerweise etwa 300 Meter unterhalb der Oberfläche gefunden und können eine Beinspannweite von bis zu 6 Metern haben. Um ihre düstere Umgebung nachzuempfinden, werden die Spinnenkrabben im Georgia Aquarium in einem fast komplett schwarzen Tank untergebracht, wodurch sie noch schauriger wirken. Am anderen Ende des Spektrums und dem Ausstellungsraum selbst finden wir die afrikanischen Pinguine, die in der kreativsten Ausstellung des Aquariums leben. Hier können Besucher durch einen Tunnel unter dem Tank hindurch kriechen und ihre Köpfe inmitten des Biotops herausstecken - hinter einer durchsichtigen Trennwand selbstverständlich.
River Scout: Freshwater Mysteries (Süßwassergeheimnisse) Nichts im Georgia Aquarium folgt dem alten Sprichwort: "so haben wir es immer schon gemacht". In jeder Facette der massiven Struktur gingen Planer noch einen Schritt weiter, um die Bewohner des Aquariums auf einmalige Art und Weise zu zeigen, die das Auge fasziniert und Gefühle aktiviert. Passendes Beispiel: die Kopie eines nordamerikanischen Flusses in "River Scout": Freshwater Mysteries", der über den Köpfen der Besucher fließt und sich durch den halben Ausstellungsraum schlängelt. Dies ist das Schlüsselelement für einer der stärker thematisierten Ausstellungen im Aquarium, bei dem Besucher das Gefühl haben, als ob sie in einem richtigen Flussbett laufen. Das Thema wird gleich am Anfang etabliert, wenn Besucher an einem großen Wasserfall vorbei in den Ausstellungsraum gehen. Jetzt brauchen Sie nur noch einen kleinen Sprung Ihrer Fantasie, um sich vorzustellen, dass Sie dem Wasser im Fluss folgen. Der Tank über Ihnen ist auch hier wieder kristallklar und bietet einen hervorragenden Blick auf Schwarzbarsche, den vom Aussterben bedrohten Kurznasenstör und andere Lebewesen, die in flachen Gewässern des Kontinents leben. Das Licht von oben stürzt kaskadenartig durch das Wasser und sprenkelt die gesamte Ausstellung mit Lichtflecken, als ob der Besucher tatsächlich unter der Wasseroberfläche schwimmen würde. Diese Vorstellung wird noch durch die Themengebung unterstützt, wenn Besucher um riesige (nachgemachte) Baumstümpfe und große Steine herumlaufen müssen, während sich der Fluss wieder zurück zum Ausstellungsausgang schlängelt. Außerdem sammelte das Georgia Aquarium Süßwassertiere aus aller Welt und brachte sie nach Atlanta. Aus der Wildnis von Afrika kommt der afrikanische Pfauenbuntbarsch und der Elefantennasenfisch, der einen schwache elektrische Ladung produziert, um seine Beute anzulocken. Das Aquarium ist nun auch das Zuhause des weltgrößten Süßwasserfischs, dem Arapaima aus dem Amazonas in Südamerika, und des Säbelzahnsalmlers, einem entfernten Cousin des Piranha, der gleich in der Nähe des Eingangs zum "River Scout" zu sehen ist. Nichts für schwache Gemüter ist der Tank mit den roten Piranhas, der so entwickelt wurde, dass Besucher das Zuhause dieser Raubfische sicher "betreten" können, um aus nächster Nähe den großen, scharfen Zähnen zu begegnen.
Georgia Explorer: Discover Our Coast (Entdecken Sie unsere Küste) Nicht jeden Tag können Sie zu einem Pool gehen und einen Stachelrochen streicheln. Aber Sie können ja auch nicht jeden Tag ins Georgia Aquarium gehen. Das neue Touristenziel, das man unbedingt sehen muss, ist für alle Altersgruppen geeignet, aber einige Bereiche in der Anlage sind speziell auf Kinder ausgerichtet, ganz besonders der "Georgia Explorer: Discover Our Coast", der interaktivste der fünf Ausstellungsräume des Aquariums. Eines der Ziele dieser Ausstellung ist es, Kindern aus Atlanta bewusst zu machen, dass Georgia tatsächlich ein Küstenstaat ist, auch wenn die Küste nicht sehr lang ist. Ein Mini-Leuchtturm neben dem größten Berührungstank des Aquariums am Eingang zur Ausstellung "winkt" Besucher in den Raum "Discover Our Coast". Hier können Besucher ihre Ärmel hochkrempeln und ihre Hände in das flache Wasser eintauchen, in dem ein Südlicher Stachelrochen und ein Kuhnasenrochen leben. Der Ausstellungsraum wurde einem Küstenhafen nachempfunden und zwar komplett mit Hafenlauten, die man normalerweise an einem Pier hören kann. Ein Boot, in das man einsteigen kann, bietet das zentrale Ausstellungsstück und enthält einen anderen Berührungstank, voll mit braunen Shrimps (die von den Besuchern gefüttert werden können, wenn sie zur richtigen Zeit dort sind). Auf der einen Seite gibt es eine ganze Abteilung mit Berührungstanks mit verschiedenen Krabben und Seesternen und ein Raum auf der Rückseite beherbergt das "Northern Right Whale Theater" mit einer Videopräsentation, die Besucher darüber informiert, dass der Glattwal seine Winter abseits der Küste von Georgia verbringt. Andere Lebensräume in diesem Ausstellungsraum zeigen hiesige Tiere, beispielsweise die Unechte Karettschildkröte und den Atlantischen Spatenfisch. Nach einem langen Tag in den Ausstellungsräumen müssen Kinder vielleicht ein wenig Dampf ablassen. "Georgia Explorer" ist genau der richtige Platz dafür. Auf der 2. Ebene des Ausstellungsraums mit Blick auf das "Schiff" gibt es Krabbelröhren, die über die Berührungstanks hinweg führen, damit sie von oben einen Blick auf die Krabben erhaschen können. Hier gibt es auch eine Kurbel, mit der man - je nach dem, wie schnell man an ihr dreht - die Lampe im Leuchtturm zum Leuchten bringt. Wenn die Kinder dann lange genug in den Tunneln herumgeklettert sind, müssen sie nicht wieder die Treppen hinuntersteigen - sie können hinunterrutschen. Ja, das Georgia Aquarium hat auch seine eigene Rutsche in der Form eines riesigen Modells eines Glattwals, der die Rutschenden durch seinen Mund am Eingang/Ausgang des Ausstellungsraums ausspuckt, damit sie etwas Neues erforschen können.
Tropical Diver: The Coral Kingdom (Das Königreich der Korallen) Das Georgia Aquarium soll ein nicht-lineares, intuitives Erlebnis bieten. Aber ein Ausstellungsraum ist so ungewöhnlich, dass das Aquarium dafür eine besondere Empfehlung hat: Besuchen Sie den Raum "Tropical Diver: The Coral Kingdom" als letztes. Dieser Raum wurde wie eine lebende Kunstgalerie entworfen, in der Sie nach jeder Kurve eine persönliche Erfahrung machen können. Im Unterschied zu den anderen Ausstellungsräumen gibt es bei fast allen Tanks in diesem Abschnitt Bänke, damit Besucher sich hinsetzen und sich in der Schönheit des Lebens am Riff verlieren können. Hier können sie die Schönheit vibrierender Röhrenaale und Tausender winziger Glasfische im Tank über ihnen genießen und gleich daneben leuchten Lagunenquallen in scheinbaren Neontönen, die nach Aufmerksamkeit heischen. Die Designer lebten im "Tropical Diver" ihre Bühnenmentalität voll aus. Jeder Abschnitt des Ausstellungsraums wird durch mindestens eine Kurve im Pfad getrennt: nach dem Sie also einen wunderbaren Anblick genossen haben, wird der Zauber für einen Augenblick durch fast vollständige Schwärze und leere Wände gebrochen, nur damit Sie gleich nach der nächsten Kurve wieder in Erstaunen versetzt werden können. Das beste Beispiel ist selbstverständlich die wunderbare Neuschaffung eines pazifischen Korallenriffs im Georgia Aquarium. Ein Tank mit 606.665 Litern Wasser (der größte seiner Art in den USA) beherbergt jede Farbe des Unterwasserregenbogens und ist das Zuhause von Engelhaien, Riesenmuscheln, Langnasen-Falterfischen, Paletten-Doktorfischen, Gelben Segeldoktorfischen, anderen Korallenfischen und natürlich lebenden Korallen. Die meisten der zuletzt genannten wurden in anderen Aquarien gezüchtet und der Anlage in Georgia geschenkt, was bedeutet, dass das Aquarium in Atlanta die Lebewesen nicht aus der Wildnis holen musste, um diese atemberaubende Ausstellung zu erschaffen. Darüber hinaus können die Besucher über Touchscreen-Computer im hinteren Bereich der Ausstellung mehr über jeden einzelnen Riffbewohner erfahren. Wie es im Aquarium Standard ist, beginnt die Ausstellung unter der Bodenhöhe; in diesem Fall jedoch wird das Acrylglasfenster sogar nach hinten gebogen und führt über Ihnen über den Eingang der Ausstellung. Mit dieser einmaligen Designtechnik erhalten die Besucher die komplette Ansicht einer anderen, einzigartigen Besonderheit des Korallenriffs - einer richtigen Welle. Alle paar Minuten (zeitlich dem Crescendo der begleitenden Originalorchestermusik entsprechend) bricht eine Welle über Ihnen zusammen und kräuselt sich oben auf dem Wasser, was die Illusion verstärkt, dass sich die Besucher augenblicklich an der Pazifikküste befinden. Die Korallenriffausstellung ist ein perfektes Beispiel für das Hauptziel des Georgia Aquariums: Menschen über Umweltschutz zu unterrichten, indem man sie dafür interessiert, was geschützt werden soll. "Wir können niemand [erziehen], der nicht von dem, was er sieht, begeistert ist", sagt Bruce Carlson, der Vizepräsident für Bildung, Umweltschutz und Ausstellungen im Aquarium. Eine neue Ära Charlie Bray ist bereit, seine Nachfolge als IAAPA Präsident und CEO anzutreten. Von Jeremy Schoolfield
Im Frühling des Jahres 2004 saß J. Clark Robinson mit Charlie Bray in einem Restaurant in der Nähe des Hauptsitzes der IAAPA in Alexandria, Virginia, USA beim Frühstück. Die beiden Männer erörterten ein wichtiges Thema: Die Auswahl eines möglichen Nachfolgers für Robinson für den Zeitpunkt, zu dem er sich - wieder - vom Geschäft zurückziehen und seinen Posten als Präsident und CEO des weltgrößten Verbandes in der Vergnügungsindustrie verlassen würde. Bray, der zu dieser Zeit bei der Steuer- und Beratungsfirma RSM McGladrey tätig war, half der IAAPA bei der Erstellung einer realisierbaren Liste von Kandidaten, die als Nachfolger von Robinson in Frage kommen könnten. Die Idee war einfach: Die IAAPA sollte einen CFO anstellen, der nicht nur den Verband bei seiner langfristigen wirtschaftlichen Planung unterstützen, sondern dessen Job auch hauptsächlich als erweitertes Bewerbungsgespräch für den Topjob bei der IAAPA gelten sollte. Während dieser Beratungssitzungen traf Bray nicht nur Robinson, sondern auch mehrere Veteranen und Führungskräfte der Branche, die aktiv in diesem Verband mitarbeiteten. "Durch diese Arbeit lernte ich, die Führung zu bewundern. Diese Gruppe macht sich viele Gedanken über die Menschen in der Branche", sagt Bray. "Sie denken wirklich an die Zukunft des Verbandes und versuchen, potenzielle Führungskräfte zu identifizieren, die einen bestimmten Bekanntheitsgrad haben und zum entsprechenden Zeitpunkt die Verantwortung nahtlos übernehmen könnten". Während sie dort zusammen saßen und Bray die paar Namen präsentierte, von denen er dachte, dass sie die nötigen Qualifikationen aufweisen würden, bestätigten beide, dass etwas interessantes passierte: "Als wir über diese Kandidaten sprachen, erkannten wir beide gleichzeitig, dass dies eigentlich für ihn ideal sei", erinnert sich Robinson. "Es ging dann nur darum, wer es als erstes erwähnen würde". "Ich wusste nicht, wer zuerst daran dachte, aber wir sahen uns an und kamen zum Schluss, dass der richtige Kandidat vielleicht genau hier am Frühstückstisch sitzt", schließt Bray. Robinson sagt: "An dieser Stelle sagte ich, sieh mal, Charlie, das wär doch was für dich. Ich glaube, es wäre großartig, dich an Bord zu haben". Der geschäftsführende Vorstand der IAAPA stimmte zu und Bray begann am 30. Juni 2004 seine Anstellung als der erste CFO des Verbandes. Dies war der Beginn von etwas, das er "das längste Bewerbungsgespräch seines Lebens" nennen würde. Offensichtlich lief es gut, denn am 1. Februar löste er Robinson als Präsident und CEO der IAAPA ab, unterstützt durch einen einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrats des Verbandes. "Ich glaube, das ist mein Traumjob", sagt Bray. "Ich habe mich während meiner gesamten beruflichen Karriere auf diesen Job vorbereitet. Hätte ich mit 25, 35 oder 45 jemals daran gedacht, dass ich eines Tages der Präsident der IAAPA sein würde? Nein. Aber ich wusste, dass ich irgendwann die Gelegenheit haben wollte, ein Unternehmen im Betätigungsfeld dieses Verbandes zu führen. Dies ist definitiv ein Gipfel in meiner Karriere".
"Er hatte großartige Referenzen" Bray ist zwar mit seinen 56 Jahren nicht in der Unterhaltungsindustrie aufgewachsen, aber nach den Verbandsstandards auf keinen Fall ein Neuling. Er war früher der Präsident zweier gemeinnütziger Organisationen - der Electronic Retailing Association (Verband für Elektronikeinzelhandel) und der International Association of Food Industry Suppliers (Internationaler Verband für Lieferanten der Nahrungsmittelindustrie) - und arbeitete 17 Jahre lang mit dem Food Marketing Institute (Institut für Nahrungsmittelmarketing), das er als Senior Vice President und CFO verließ. Er eröffnete und organisierte mehrere Fachmessen (einige davon waren größer als die "Attractions Expo" der IAAPA), einschließlich verschiedener internationaler Messen. Bray hat aber außerdem noch eine ausgezeichnete Ausbildung im Finanzbereich, er ist ein zertifizierter Wirtschaftsprüfer (CPA) und begann seine Karriere bei Arthur Andersen. Es war diese vielfältige Kombination von Talenten, die Bray zu solch einem begehrenswerten Kandidaten machte, stimmen seine Kollegen zu. "Wir brauchten jemand, der nicht nur ein leitender Finanzexperte war", sagt Robinson, der nun der geschäftsführende Direktor der IAAPA für globale Angelegenheiten ist. "Wir brauchten jemand mit Führungsqualitäten, der die Fähigkeiten zur Führung des Verbandes mitbrachte. Diese Fähigkeiten hatte er bereits früher demonstriert. Er hatte hervorragende Referenzen". "Charlie ist sehr dazu geeignet, geschäftliche und gemeinnützige Themen gleichzeitig zu bearbeiten", sagt sein früherer Kollege bei McGladrey, Alain Luba, inzwischen der Direktor für Personalberatung bei Goodman & Co in Tysons Corner, Virginia, USA. "Er versteht beide Welten. Er hat die Fähigkeit, die Bedürfnisse der Mitglieder als Geschäftsleute sowie die Bedürfnisse bei der Entwicklung der Organisation hinsichtlich des Budgets, des Profits und der Entwicklung von Dienstleistungen gleichermaßen zu verstehen. Bray trat gleich nach seinem Abschluss an der Technischen Universität von Virginia im Jahr 1971 in die Finanzwelt ein, aber er arbeitete eigentlich nie als Wirtschaftsprüfer und blieb nur einige Jahre in diesem Bereich. Das ist mir zu routinemäßig, sagt er, und fährt fort: ich war eigentlich immer schon ein "Verbandstyp". "Hier fühle ich mich am wohlsten", sagt er. "Ich glaube an die Arbeit von Verbänden und an die Werte, die sie einer Branche und den einzelnen Mitgliedern des Verbandes vermitteln". Seine Leidenschaft für Verbände ist greifbar - Bray kann so lange über deren Arbeit sprechen, wie ihm jemand bereit ist zuzuhören. Am wichtigsten ist es, sagt er, wie sie zwischen den Mitgliedern eine Gemeinschaft herstellen. Die Möglichkeiten der Schaffung von Netzwerken in Verbänden, vor allem durch Fachmessen, "sind bereichernd und ermutigend für Leute in der Branche, die sich manchmal fragen, ob sie hier "vollkommen alleine dastehen", sagt Bray. Organisationen wie die IAAPA sieht er als Förderer dieses grundlegenden menschlichen Bedürfnisses zum Aufbau von Beziehungen und der Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen. Er genießt es außerdem "ungeniert für die Branche ins eigene Horn zu stoßen" und sich darauf zu konzentrieren, "jeden einzelnen Tag darüber zu sprechen, worin der Anteil unserer Branche an der Verbesserung unserer Gesellschaft liegt". "Firmen konzentrieren sich auf ihre eigenen Marketingbotschaften, wir aber können das mit einer richtig lauten und gemeinschaftlichen Stimme tun", sagt er.
"Inzwischen ist dies eine Großindustrie" Er hatte zwar vor seinem Einstieg bei der IAAPA nicht in der Vergnügungsbranche gearbeitet, war aber "als Kind ein begeisterter Kunde in unserer Branche", sagt Bray und fügt hinzu, dass dies auch für seine eigene Familie gilt. Brays relativer Mangel an Erfahrung in der Unterhaltungsbranche wird vom neuen Präsidenten der IAAPA oder seinen Kollegen nicht als Problem gesehen. Sein Scharfsinn im Finanzbereich, seine soziale Kompetenz und seine großen Erfahrungen mit Verbänden sind die wichtigsten Faktoren, sagen sie. Die Erfahrung in der Branche kommt von ganz allein. Nach einer fast zwanzigjährigen Karriere in einem Verband für Lebensmittelhändler fühlte sich Bray wie ein erfahrenes Mitglied dieser Branche, sagt er. Bei der IAAPA macht er die gleiche Erfahrung. "Ich werde nicht 17 Jahre dazu brauchen, um in den Spiegel zu sehen und zu sagen "Ich bin ein Parktyp" oder "Ich bin ein Anlagentyp" oder "Ich bin ein Lieferant"," sagt er. "Es wird einige Zeit dauern und ich werde daran arbeiten müssen, aber ein Teil des Jobs als Präsident ist es, durch die Welt zu reisen, Parks zu besuchen und mit den Menschen über ihre Möglichkeiten und Herausforderungen zu sprechen. Und falls ich wirklich irgendetwas mal nicht verstehe, gibt es ja immer meinen guten Freund Clark". "Das ist jetzt eine Großindustrie, und so muss sie auch geführt werden", sagt der Vorsitzende der IAAPA des Jahres 2006, Rob Norris. "Charlie bringt so viel Fachwissen ein. Er hat auch bereits die Erfahrungen mit Fachmessen. Er wird die Schwierigkeiten, die die Branche hat, in die Hand nehmen". Tatsache ist, dass Bray schon nach 10 Tagen in seinem neuen Job in einem Flugzeug nach Singapore für ein IAAPA-Treffen sass, bei dem er mehrere Branchenveteranen traf. Zwei Monate später nahm er am IAAPA-Sommertreffen im Schwarzwald teil, zu dem eine Tour des Europa-Parks "hinter den Kulissen" gehörte. "Das war ein großartiger Auftakt für mich", erinnert er sich zu dieser Reise durch den größten Themenpark Deutschlands. "Man lernt etwas, indem man durch den Park spaziert, man lernt etwas, wenn man in einem Fahrgeschäft mitfährt und dann lernt man auch etwas während de Gesprächen beim Abendessen". Natürlich hat er in den letzten beiden Jahren an sämtlichen IAAPA-Messen teilgenommen und mehrere Reisen zu verschiedenen Parks in der ganzen Welt unternommen. Durch all diese Reisen hat Bray Ähnlichkeiten zwischen der Vergnügungsindustrie und seinen früheren Erfahrungen festgestellt. "Ich verstehe Gewinnspannen, die so dünn wie Rasierklingen sind. Ich verstehe die Verzweigungen von Kapitalanlagen", sagt er. "Ich habe einen gewissen Bezug, aber dies ist eine vollkommen andere Branche als alle anderen, in denen ich früher arbeitete. Meine Chance liegt also darin, jeden Tag mehr darüber zu erfahren. Wahrscheinlich ist dies nur die Spitze des Eisbergs, aber ich kann mir ziemlich gut vorstellen, wie groß der Eisberg ist. "Dieses längste Bewerbungsgespräch meines Lebens dauerte von Juni 2004 bis November 2005", scherzt er. "Es war eine Zeit mit viel Spaß, in der ich genügend über die Branche und die Leute lernen konnte, um mich in dieser Umgebung wohl zu fühlen. Außerdem bin ich jetzt so gut mit Wissen ausgestattet, dass ich die Tradition weiterführen kann, dabei zu helfen, dass diese Organisation weiterhin führend in dieser Branche bleibt".
"Ein sehr einfacher Übergang" Das IAAPA-Personal rechnet mit einem sanften Übergang zwischen Robinson und seinem Nachfolger. Zum einen sieht Bray Robinson nicht nur als Mentor, sondern vor allem als Freund. (Schon bevor Bray seinen Vertrag mit der IAAPA unterzeichnete, hatten die beiden vereinbart, sich einmal im Monat zum Mittagessen zu treffen und Erfahrungen zu den Themen des Tages auszutauschen). "Clark ist einer der Hauptgründe, warum ich bei der IAAPA arbeite. Ich bewundere und respektiere ihn sehr", sagt Bray. "Wir haben uns gleich beim ersten Treffen sofort gut verstanden. "Wahrscheinlich gibt es keine zwei Menschen, die einen unterschiedlicheren Hintergrund haben, aber wir haben die gleichen Kernwerte", fährt er fort. Er sagt, dass sie beide die gleiche Lust am Leben und den "gleichen Blickwinkel" für die Welt haben und beide "positive, optimistische Typen" sind, die "die Dinge mit Vertrauen in die Menschen angehen". "Clark war so großartig in seinem Job, dass es schwer sein wird, sein Erbe anzutreten, aber wir fühlen uns mit Charlie zuversichtlich", sagt Norris. "Sein Bewerbungsgespräch dauerte ja immerhin eineinhalb Jahre. Als er anfing, wussten wir, dass er vermutlich für diesen Job genau richtig war und er demonstrierte genau die Fähigkeiten, die er für diesen Job braucht. Dieser Übergang war wirklich einfach für uns, weil wir ihn schon so gut kannten". "Dieser Prozess lief wirklich gut", stimmt Robinson zu. "Wir haben uns viel Zeit genommen, alles durchzuarbeiten und Charlie hatte auch viel Zeit, die Branche und die Messen kennen zu lernen. Er hat ein klares Verständnis für die Branche und deren Möglichkeiten und Herausforderungen. Ich glaube, dass er jetzt so weit ist und nicht nur einfach Erfolg haben wird, sondern Aufsehen erregen wird". Bray sieht seine Rolle als Präsident der IAAPA als eine Chance, dem Aufsichtsrat beim Formen einer Vision für den zukünftigen Erfolg des Verbandes zu helfen und dann sein Personal und freiwillige Mitarbeiter auf den Weg zum Erreichen dieses Ziels zu führen. Er glaubt fest an die Macht einer Gruppe von Personen, die sich auf ein deutlich definiertes Ziel konzentrieren. "Die Richtung, in die sich der Verband bewegt, liegt eigentlich in der Hand der Mitglieder", sagt Tom Wages, der IAAPA-Schatzmeister. "Charlie befindet sich als Verbandsfachmann an einer hervorragenden Position, dem Direktorenrat Mittel in die Hand zu geben, damit diese Entscheidungen getroffen werden können". "Die Macht, eine Gruppe von Personen zusammenzubringen, sollte niemals unterschätzt werden", sagt Bray. "Bei mir geht es hauptsächlich um Menschen und Beziehungen und dies ist eine Industrie, in der das an erster Stelle steht". Aber es handelt sich nicht nur um die Leute, die im Hauptsitz der IAAPA in Virginia arbeiten. Genauso wichtig ist es für Bray, aus den vier Wänden herauszukommen und Mitglieder in der ganzen Welt zu besuchen. "Ich glaube, dass die Rolle eines Verbandsvorstandes darin besteht, dass ihn jeder innerhalb und außerhalb des Geschäfts kennt", sagt er. "Ich plane, soviel Zeit wie möglich mit dem Kennenlernen unserer Mitglieder zu verbringen. Es hilft dabei, das zukünftige Programm für den Verband vorzubereiten".
"Ich sehe eine Menge Innovationen" Da die Besucherzahlen für Themenparks im Jahr 2005 eine Zunahme zeigen, glaubt Bray daran, dass die Branche nach den 9/11 Terroristenangriffen in New York und Washington endlich bald wieder in Form sein wird. "Unsere Welt - nicht nur die Vereinigten Staaten - hat sich an diesem Tag für immer geändert", sagt er. "Aber jetzt glaube ich haben wir es überstanden. Im Allgemeinen haben sich die Menschen vom 11. September erholt. Die meisten Menschen sagten, OK, wir müssen jetzt unser Leben weiterleben und dürfen uns davon nicht zurückhalten lassen". Aber sekundäre Probleme als Ergebnis dieser Tragödie klingen noch nach und haben einen Einfluss auf die Branche, speziell wenn es um die Ausstellung von Visa und um Grenzsicherheit geht. Bray glaubt jedoch, dass diese Probleme bald behoben sein werden und dass sich damit die Welt schließlich auf eine Umgebung "Nach 9/11" mit erhöhtem Bewusstsein und erhöhter Sicherheit einstellt, die Freizeitreisen sogar noch ansprechender und vorteilhafter für die Vergnügungsindustrie macht. Was ist außerdem für die IAAPA und seine Mitglieder am Horizont in Sicht? "Es ist schwierig, vorherzusehen, wie die Entwicklung weitergeht. Wenn ich könnte, wäre ich vielleicht in einem anderen Berufsfeld", bemerkt Bray treffend. "Aber wenn ich betrachte, wie sich unsere Industrie im Lauf der Zeit verändert hat, glaube ich, dass wir weiterhin die Innovatoren sein werden, die wir schon immer waren. Wir werden die Branche sein, die weiterhin nach Wegen sucht, das Gemüt zu begeistern, Herzen mitzureißen und unterschiedliche Vergnügungsmöglichkeiten zu bieten, die verschiedenen Altersgruppen gefallen. Ich glaube, dass sich unsere Branche, wenn es um wirtschaftliche Aspekte geht, im Aufschwung befindet. Ich sehe für die Zukunft viele neue Innovationen". Bray glaubt, dass die IAAPA weiterhin Möglichkeiten bieten muss, die Informationen zu diesen Innovationen zu fördern und leichter zugänglich zu machen, vor allem durch Fachmessen. "Wir bei der IAAPA werden weiterhin einer der stimulierenden Faktoren in der Branche sind, sagt er. Und hinsichtlich seiner persönlichen Zukunft glaubt Bray, dass er sein festes Zuhause gefunden hat und in der nächsten Zukunft nirgendwo anders hingehen wird. "Ich definiere mich nicht über ein Alter, zu dem ich mit meiner Arbeit fertig sein sollte. Ich glaube, dass ich noch ein langes Arbeitsleben vor mir habe", sagt er. "Aber ich kann mir manchmal kaum vorstellen, welches Glück ich hatte, diesen Job zu diesem Zeitpunkt meines Lebens erreicht zu haben. Falls dies mein letzter Job wäre, wäre ich nicht enttäuscht".
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