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April 2005
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Managen mit dem Herzen
Der CEO von Cedar Fair, Dick Kinzel, beschreibt seine 34jährige Liebesbeziehung zu einem Freizeitpark der Spitzenklasse und einer dynamischen Branche
Von Tim O'Brien

Oft kann man Dick Kinzel durch die Freizeitparks gehen sehen, die er als CEO und Vorsitzender von Cedar Fair leitet. Er lächelt jeden an, spricht mit jedem, der auf ihn zukommt und kennt in den meisten Fällen jeden Mitarbeiter mit seinem Namen. Diese Rundgänge bedeuten ihm viel.

"Ich glaube fest daran, dass es wichtig ist, hinter meinem Schreibtisch hervorzukommen und hinaus in den Park zu gehen. Es ist nicht nur angenehm für mich, ich sehe eine ganze Menge, wenn ich da draußen bin", berichtet Kinzel. Er hat kein Funkgerät dabei und auch keinen Schreibblock. Und solange man nicht nahe genug an ihn herantritt und sein Namensschild sehen kann, auf dem einfach "Dick" steht, würde man nicht auf die Idee kommen, dass er einer der angesehensten Freizeitpark-Manager in der Welt von heute ist.

Kinzel trat im Alter von 31 Jahren in das Parkgeschäft ein - viel später, als die meisten seiner Zeitgenossen - und er hat seine Tage an der vordersten Front nie vergessen. Er weiß zu schätzen, was seine vielen Angestellten und Manager tun und er schüttelt ihnen gerne die Hand und dankt ihnen persönlich für ihre Arbeit. Im Jahre 1971 kam er in Sandusky, Ohio, zu Cedar Point, erklomm rasch die Karriereleiter und erlebte hautnah die riesigen Veränderungen in allen Bereichen der Branche mit, die sich in diesen 34 Jahren weiterentwickelte.

Große Erwartungen
Eine der größten Veränderungen, die sich laut Kinzel abgezeichnet haben, liegt in der Kunst der Gästebetreuung. Heute möchten die Menschen mehr verwöhnt und umsorgt werden, als je zuvor in seiner Karriere. "Wir legen mehr Wert auf Gästebetreuung denn je zuvor, für alle Altersstufen. Es stimmt, dass die alternde Bevölkerung mehr erwartet, aber auf dem heutigen Markt erwartet jeder mehr. Heute gibt es mehr Beschwerden und die Menschen verzeihen einem auch weniger. Sie wissen heute eher, was sie erwarten können".

Er betont, dass die Menschen heute wegen der saftigen Eintrittsgelder ein höheres Serviceniveau erwarten und die Freizeitparks, die dieses hohe Niveau nicht bieten, eine niedrigere Kundenfrequenz und niedrigere Pro-Kopf-Ausgaben in Kauf nehmen werden müssen. "Der Mitbewerb hat uns gezwungen, uns mehr um unsere Kunden zu kümmern und sie anders zu behandeln, als wir dies noch vor 10 Jahren getan haben", unterstreicht Kinzel. "Wir sehen dies an den Ergebnissen. Die Menschen besuchen einen Park kein zweites Mal, der nicht ihren Erwartungen entsprochen hat".

Cedar Point hat sich einen Namen dafür gemacht, dass sein Produkt mit Sicherheit die Erwartungen erfüllt. Mats Wedin, President/CEO von Liseberg, Göteborg, Schweden, sagt, eine der Stärken Kinzels sei seine Fähigkeit, eine Strategie zu entwerfen und diese umzusetzen. "In seinen frühen Jahren im Freizeitpark führte er einen Qualitätsstandard ein und über die Jahre konnte er den Park zu einem überdurchschnittlichen Wachstum führen, ein gleich bleibendes Qualitätsniveau auf allen Gebieten dieses Parks halten und dabei die Erwartungen seiner Gäste erfüllen und übertreffen", meint Wedin.

Aber es geht nicht nur um ausgezeichneten Dienst am Kunden. Über die Jahre hat Kinzel erkannt, dass sich die Betriebe der Zeit anpassen müssen. "Die Technologie hat die Situation dramatisch verändert und die heutigen Freizeitparks sind sicherer, als je zuvor", sagt er. "Der Beitrag der International Association of Amusement Parks and Attractions zu den heute wichtigen Themen ist mit diesen Bedürfnissen gewachsen. Sie hat uns geholfen, uns zusammenzutun, um gegen Eingriffe der Behörden in unser Geschäft zu kämpfen und das allein ist sehr wichtig". Es hat jedoch im Laufe der Jahre viele Veränderungen gegeben und egal um wie viel die Fahrgeschäfte und Attraktionen heute größer sind, so sagt Kinzel, dass sich die Grundlagen der Freizeitparkbranche nicht verändert haben: "Nehmen Sie die Schminke von jedem Freizeitpark und darunter bleibt er doch ein Volksfest. Disney hat mit Disneyland das Erscheinungsbild der Parks in den 50iger Jahren verändert, aber wir betreiben dennoch immer noch auffrisierte Volksfeste".

Etwas anderes, das sich nicht verändert hat, ist Kinzels bescheidener und großzügiger Managementstil - großzügig darin, dass er auf die Einschätzungen seiner Manager vertraut und ihnen erlaubt, ihre Parks eigenständig zu führen, ohne übermäßige Eingriffe durch die Unternehmensgruppe. "Für ein Unternehmen unserer Größe haben wir eine sehr, sehr kleine Führungsgruppe", betont Kinzel. "Die Manager der Freizeitparks kennen ihre Parks am besten und ich will mich nicht einmischen. Ich meine, wir sind zu ihrer Unterstützung da, wenn sie diese benötigen".

Herr Wedin von Liseberg sagt, Kinzels Managementstil gehört zu den besten der Branche. "Er ist das perfekte Beispiel für jemanden, der das Geschäft mit starker Hand, aber auch mit dem Herzen führt. Das ist sehr wichtig in diesem Geschäft", sagt Wedin. "Für mich ist er ein Vorbild".

Bob Masterson, President von Ripley Entertainment, schätzt ebenfalls Kinzels Managementstil. "Während andere ihre Aktien in den Himmel heben, verhält sich Dick ruhig. Sicher überwacht er nicht nur genauestens seine Aktie, sondern auch die langfristige Gesundheit des Unternehmens. Er weiß, dass die Aktienpreise einer guten Leistung folgen", sagt Masterson. "Während seines Jahres in Cedar Point blieb er sehr zugänglich und sehr sichtbar. Jeder im Park scheint ihn zu kennen und er spricht die meisten seiner Angestellten an der Verkaufsfront mit ihrem Vornamen an. Man kann wohl keine höhere Integrität erlangen, als Dick Kinzel".

Rascher Aufstieg an die Spitze
Kinzel, der das College nach einem Jahr verließ, wechselte erst 1972 in die Freizeitpark-Branche, als er 31 Jahre alt, verheiratet mit seiner Frau Judy und Vater von vier Kindern war. Nach seinem kurzen Aufenthalt am Wisconsin State College, kam er zur Canteen Food-Service Company in seiner Heimatstadt Toledo, Ohio. Er war dort 10 Jahre beschäftigt und hatte zuletzt die Funktion eines Commissary Managers inne.

Zu Beginn des Jahres 1971 sandte er seinen Lebenslauf an Walt Disney World, das im Oktober dieses Jahres im Zentrum von Florida eröffnen sollte. Einer der Lieferanten von Canteen erzählte ihm, als er von Kinzels Interesse am Gastronomiegeschäft in Freizeitparks erfuhr, von einer freien Stelle im nahe gelegenen Cedar Points in der Gastronomieabteilung. So sandte Kinzel neben seiner Bewerbung bei Disney noch einen Lebenslauf an den Sandusky Park.

"Ich erhielt Antwort von Walt Disney World und als sie mich fragten, was meine Gehaltsvorstellungen wären, sagte ich USD 15.000 pro Jahr. Sie sagten, das sei zu viel und ich gab keinen Fingerbreit nach, so blieb ich in Toledo", erinnert sich Kinzel. "Dann hörte ich von Cedar Point und nahm den Job dort an, für USD 13.000. Ich begann als Supervisor in der Gastronomieabteilung zu arbeiten". Damals ahnte er noch nicht, wie bald er auf der Überholspur an die Spitze sein würde. Vier Jahre später, 1975, kündigten einige Topmanager des Parks und wechselten zu Marriott, da dieses Unternehmen mit dem Aufbau von zwei Themenparks begann. Damals war Kinzel Direktor des Gastronomiebereiches. "Einige Jobmöglichkeiten taten sich über mir auf", erinnert sich Kinzel. "Als so viele weggingen, rief mich Bob Munger, der General Manager zu sich und beförderte mich zum Director of Operations. Ich hatte keine Erfahrung in diesem Bereich des Geschäftes, aber ich lernte intensiv über den Winter und im Frühjahr war ich startbereit".

Im Jahr 1976, der ersten Saison Kinzels in der Unternehmensführung, war Cedar Point einer der ersten Parks der Landes, der einen Arrow "Corkscrew", eine Dreifach-Loopingbahn, errichteten, und "diese Entscheidung war eine der besten, die wir jemals trafen", sagte er und erinnerte sich, dass die Besucherzahlen zum ersten Mal 3 Millionen erreichten und der Park bekannt wurde. "Von da an gehörten wir dazu".

Der große Umbruch
Im Jahr 1978 kaufte Cedar Point den Valley Fair Vergnügungspark in Shakopee, Minnesota und Munger sandte Kinzel dort hin, um diese Anlage zu leiten. Zu dieser Zeit notierten die Parks an der Börse und es wurden OTC-Aktien verkauft, aber 1983 entschied Munger, sie vom Markt zu nehmen. In diesem Jahr wurde Kinzel zum Teilhaber der Organisation, als er an der fremd finanzierten Firmenübernahme zur Privatisierung des Unternehmens teilnahm. "Eine führende Parkunternehmung war sehr an uns interessiert und wir wollten nicht von ihnen übernommen werden. Daher kauften wir es selber", sagte Kinzel. Zu diesem Zeitpunkt nahm das Unternehmen, das sowohl Cedar Point, als auch Valley Fair besaß, ein Wort aus den Namen seiner Parks und wurde zu Cedar Fair.

1986 trat Munger in den Ruhestand und Kinzel, der der einzige Parkmanager des Unternehmens neben Munger selbst war, wurde nach Cedar Point versetzt, wo er General Manager und President des Unternehmens wurde. Im darauf folgenden Jahr gründete das Unternehmen eine Personengesellschaft, ging erneut an die Börse und wurde an der New York Stock Exchange unter dem Symbol FUN eingeführt. Heute hat das inzwischen weitaus größere Unternehmen die gleiche Struktur.

Mehr Achterbahnen
Nach der erfolgreichen Errichtung des "Corkscrew" 1976, kam 1978 die zweispurige "Gemini" hinzu. Die neue Achterbahn trieb abermals die Besucherzahlen nach oben und Cedar point erzielte mit 3,1 Millionen Gästen einen neuen Rekord. Nach diesen beiden Neubauten begann die Besucherzahl zurückzugehen und es wurden einige Jahre hindurch in keinem der Cedar Parks mehr bedeutende Achterbahnen errichtet.

"Als ich nach Cedar Point zurückkam, war offensichtlich, was wir tun mussten, um die Besucherzahlen zu erhöhen und unsere Gäste zu begeistern und sie auch weiterhin für unseren Park zu gewinnen", sagte Kinzel. "Wir mussten neue Achterbahnen bauen".

Eine der ersten Aktionen von Kinzel bestand im Bau der weltweit größten Stahl-Achterbahn. Er und sein Team hatten für Arrow geplant, eine 185 Fuß (56,4 m) hohe Stahl-Achterbahn zu bauen, gerade hoch genug, um den damaligen, weltweiten Höhenrekord zu erzielen. Es war vorgesehen, die Anlage in der Saison 1988 in Betrieb gehen zu lassen, aber in letzter Minute wurde entschieden, noch 15 Fuß hinzuzusetzen und anstatt dessen die weltweit erste 200 Fuß Achterbahn zu bauen. "Magnum XL-200" wurde für USD 7,5 Mio. errichtet und wenn Cedar Point nicht schon im Visier der Fans von Achterbahnen der ganzen Welt gewesen wäre, dann nun endgültig mit "Magnum".

"Die Anlage zahlte sich in einer Saison ab", erklärte Kinzel. "Wir hatten Kosten von USD 7,5 Mio. und am Ende des Jahre hatten wir unter dem Strich USD 10 Mio. Ich war hoch erfreut über ihre großartige Akzeptanz".

Damals traf Kinzel die Entscheidung, Cedar Point zur "Welt-Hauptstadt der Achterbahnen" zu machen. Während sich die meisten Parks damit beschäftigten, sich in Themenparks umzuwandeln, machte Cedar Point einen Schritt zur Seite und blieb ein Ort der spannenden Unterhaltung. "Unsere Achterbahnen waren und sind noch immer unser Thema", fügte Kinzel hinzu.

Mit dieser Aufgabe vor Augen entstanden am Zeichenbrett bald großartige Projekte. Die "Millenium Force", die weltweit erste Achterbahn mit einer Höhe von 300 Fuß wurde im Jahr 2000 geschaffen und drei Jahre später ging der "Top Thrill Dragster", die erste und mit 400 Fuß höchste Achterbahn erstmals in Betrieb. Kinzel ist stolz auf diese Errungenschaften, aber er ist auch recht zufrieden damit, wie sich der übrige Park über die Zeit entwickelt hat. "Ich erkenne als erster, dass wir viel mehr bieten müssen, als die besten Achterbahnen der Welt".

Aber das sollte nach Aussagen des Anwaltes Tom Sheehan kein Problem sein. Er glaubt, dass Kinzel in Cedar Point einen großen Coup gelandet hat. "Dick Kinzel ist ein aggressiver Innovator und durch diese Fähigkeiten hat sich Cedar Point in der Vergnügungsbranche sein hohes Ansehen erhalten", sagt Sheehan. "Er arbeitet mit Herstellern, um Top-Qualität und einzigartige Fahrgeschäfte hereinzubringen und integriert sie dann mit Fingerspitzengefühl in die Philosophie des Parks, in der es darum geht, eine Ausgewogenheit zwischen Spannungs- und Familienfahrgeschäften zu bieten.

Heuer wird Six Flags Great Adventure in Jackson, New Jersey, Cedar Point übertrumpfen und die weltweit größte Achterbahn mit dem 456 Fuß hohen "Kingda Ka" eröffnen.

Aber das bringt Kinzel nicht aus der Fassung. "Wir haben vielleicht nicht die höchste oder schnellste, aber wir sind immer noch der einzige Park mit Achterbahnen mit 200, 300 und 400 Fuß".

Kinzel legt sich nicht fest, ob er den Rekord wieder einstellen will. Eine 500 Fuß Bahn? "In unserer Kapitalplanung sind weitere Achterbahnen vorgesehen", sagte er. "Wir wissen, unsere Besucher erwarten die besten Achterbahnen der Welt in Cedar Point und wir werden weitere Bahnen bauen. Sie sind es, die uns den Erfolg gebracht haben".

Familienfreundliche Karriere
Während viele darüber reden, wie anstrengend die Arbeit verglichen mit den vorherigen Jobs ist, so sagt Kinzel, er war ursprünglich erleichtert über den Gedanken an so viel Freizeit. "Bevor ich zu Cedar Point kam war ich 10 Jahre lang in der Gastronomiebranche beschäftigt, die 12 Monate pro Jahr 24 Stunden täglich geöffnet war. Wenn ein Koch oder Manager sich am Weihnachtstag krank meldete, musste ich das Problem lösen oder die Arbeit selbst machen. Im Park, der ein Saisonbetrieb ist, musste ich nur vier Monate hindurch wirklich hart und lange arbeiten und während der restlichen Zeit führte ich ein ziemlich normales Leben", erinnert sich Kinzel.

Als er und seine Familie 1986 zurück nach Sandusky übersiedelten, zogen sie in ein Haus neben dem Park, von wo aus er zur Arbeit gehen oder laufen konnte. "Die Kinder fanden es großartig und als sie alle erwachsen wurden, arbeiteten alle Vier in irgend einer Funktion im Park", sagt der stolze Vater. "Tatsächlich haben drei der vier Kinder ihre Ehepartner bei der Arbeit in Cedar Point kennen gelernt". Bart Kinzel, der einzige der Vier, der noch im Geschäft ist, begann an seinem 14. Geburtstag im Bereich Gastronomie im Valley Fair. Heute ist er Direktor der Gastronomieabteilung in Geauga Lake, in Aurora, Ohio, das zu Cedar Fair gehört.

Und die Familie hat ihn von Anfang an nur unterstützt. Kinzel sagt, Judy hat seine Karriere überhaupt erst möglich gemacht. Sie hatte stets Verständnis für die lange Arbeitszeit und das große Engagement, das die Führung eines renommierten Freizeitparks erfordert. "Sie hat sich nie beklagt und das hat meine Karriere in dieser Branche ermöglicht", sagt er.

Eine Frage, die ihm oft gestellt wird, ist, wie oft pro Woche er nach Hause geht, um ein rasches Mittagessen mit Judy einzunehmen, da ja sein Büro so nahe bei seinem Zuhause ist. Kinzel lacht: "In all den Jahren bin ich nie zum Mittagessen nach Hause gegangen. Judy sagt immer, dass sie mich geheiratet hat, was auch immer kommen möge, aber nicht für das Mittagessen".

Ein zusätzlicher Vorteil, wenn man die Nummer Eins in Cedar Point ist und neben dem Park wohnt, ist die Fähigkeit, seine sieben Enkelkinder zu beeindrucken. "All die Jahre war ich der großartigste Opa der Welt", sagt er und kichert wieder. "Nun, da wir den Indoor Wasserpark haben, bin ich das ganze Jahr hindurch der beste Opa".

Erfolgsbarometer
Ist er sehr optimistisch über die Zukunft der Branche, so stellt Kinzel auch rasch klar, dass "wir nie mehr das Wachstum erleben werden, das wir in den 70iger und den 90iger Jahren erlebt haben. Wir sind jetzt eine voll entwickelte Branche und ein zukünftiges Wachstum wird in einem viel langsameren Tempo stattfinden". Die Expansion, die sich seiner Meinung nach jetzt abzeichnen muss, ist ein internes Wachstum, das zu mehr Pro-Kopf-Wachstum führen wird. "Das wird unser wirkliches Erfolgsbarometer sein", sagt er. "Wir werden selbst Wachstum in unseren Hotels, auf unseren Zeltplätzen und in unserem neuen Indoor Waterpark Resort Hotel in Sandusky verzeichnen". Kinzel kündigte dem Aufsichtsrat vor zwei Jahren an, dass er im Januar 2008, im Alter von 67 Jahren, aus dem Unternehmen ausscheiden werde. Seit damals arbeitet er an einem Nachfolgeplan. Aber wird er sich zurückziehen, nachdem er Cedar Point verlassen hat? "Nicht, wenn ich immer noch bei gleich guter Gesundheit bin und das gleiche Energieniveau habe, wie heute", sagt er. "Wenn das der Fall ist, werde ich sicher eine Beschäftigung für mich finden müssen".

In der Zwischenzeit bleibt er dran und hält den Kurs von Cedar Fair. Und er glaubt weiterhin an die Notwendigkeit, in die Parks zu investieren. 2005 wird Cedar Fair fast USD 80 Mio. an Kapital in seine 12 Freizeit- und Wasserparks investieren. 2004 haben diese Parks 12,6 Mio. Gäste gebracht.

"Ich liebe meine Arbeit und habe es keinen Tag bedauert, ins Büro gehen zu müssen", sagt Kinzel.

"Aber wie alle Betreiber saisonaler Freizeitparks freue ich mich ehrlich auf den letzten Arbeitstag der Saison. Im Frühjahr stellt man sich darauf ein, zu eröffnen und dann ist es ein langer Sommer. Wenn es eine erfolgreiche Saison war, ist man den ganzen Winter hindurch ein glücklicher Mensch. Wenn es eine schlechte Saison war, ist man den ganzen Winter lang betrübt und strengt sich an, damit das nächste Jahr eine bessere Saison bringt".