April 2011

Nach dem Artikel von Bill Newton Dunn MdEP im Magazin des Europäischen Parlaments und unserer Antwort in der darauffolgenden Ausgabe kamen Vertreter der IAAPA und der ANEC zusammen, um die Bedenken der Organisation näher zu diskutieren. ANEC beschreibt sich selbst als Stimme des Konsumenten in Standardisierungsprozessen und war am Entwurf des Artikels von Bill Newton Dunn direkt beteiligt.

Das Treffen verlief konstruktiv. ANEC drückte ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit der IAAPA aus, um den europäischen Institutionen das Thema Sicherheit nahezubringen. Die Organisation zeigte sich ebenso kooperativ hinsichtlich der gegenwärtigen Initiative zur Überprüfung der Europäischen Norm über die Sicherheit von Fahrgeschäften aus dem Jahre 2004 und ermutigte die IAAPA, den Liaison-Status (d. h. Beobachterstatus) beim Technischen Ausschuss der CEN zu beantragen, der mit der Sicherheit von Fahrgeschäften befasst ist. [Die Abkürzung CEN steht für das Europäische Komitee für Normung].

Februar 2011

Der Europäische Standard zur Sicherheit von Fahrgeschäften sorgte zuletzt im Europäischen Parlament für Gesprächsstoff. Dementsprechende Fragen wurden auch im Rahmen des CEN Meetings im Dezember gestellt.

Verbraucher-Verbände forderten zuletzt eine Europäische Gesetzgebung zum Thema Sicherheit, da deren Aussage zufolge die derzeitigen Standard Parkbesuchern keinen ausreichenden Schutz bietet. Unter diesen ist auch ANEC, ein Verband der von sich selber sagt er verteidige Verbraucher Interessen in Standardisierungs- und Zertifizierungs-Prozessen.

Zwei MEPs, Bill Newton Dunn und Mary Honeyball, haben zu dem Thema eine parlamentarische Anfrage gestellt und Herr Newton Dunn hat in der Ausgabe des Parliament Magazine vom 24. Januar einen Artikel zu dem Thema veröffentlicht.

Die Statements von ANEC beziehen sich auf Statistiken aus dem Jahre 2005, die von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurden. Die Qualität dieser Daten ist jedoch vom Bericht aufgrund der Unzuverlässigkeit einiger der benutzen Quelle selber in Frage gestellt worden.

Diese Thematik wird in den nächsten Wochen und Monaten sehr genau zu beobachten sein. Die Sicherheit der Gäste ist eine der höchsten, wenn nicht sogar, DIE höchste Priorität. IAAPA Europe wird die weitere Entwicklung genau beobachten und alle notwendigen Schritte in die Wege leiten um die Interessen seiner Mitglieder bei den entsprechenden Institutionen zu vertreten.

Dezember 2004 wurde mit dem EN 13.814 Fairground and amusement park machinery and structures - Safety der erste Europäische Standard zur Sicherheit in Freizeitparks veröffentlicht. Dieser Standard wurde von dem technischen Komitee CEN/TC 152 mit Vertretern der Vergnügungsindustrie, Behörden und Konsumenten erarbeitet.

EN 13.814 spezifiziert die Mindest-Anforderungen, die für sicheren Entwurf, Berechnung, Herstellung, Installation, Wartung, Betrieb, Überprüfung und Testen von fest-installierten und transportablen Fahrgeschäften nötig sind. Dieser Standard wird 2009 wieder geöffnet und überprüft um ihn den neuesten Entwicklungen anzupassen.

EN 13.814 ist einer aus einer ganzen Reihe von weltweiten Sicherheits-Standards, die alle zum gemeinsamen Ziel haben, Betreibern und Gästen größtmögliche Sicherheit zu bieten.

In Großbritannien ist der Standard Safety of amusement devices: Design by the Amusement Device Safety Council eine der Grundlagen für das britische Sicherheitssystem für Attraktionen namens HSG175: Fairgrounds and amusement parks: Guidance on safe practice.

In Deutschland legt DIN 4112 Fliegende Bauten seinen Schwerpunkt auf Entwurf und Berechnung von Fahrgeschäften.

In den Vereinigten Staaten bewertet und überprüft ASTM International als unabhängige Organisation kontinuierlich den unter dem aus Industrievertretern und Konsumenten gebildeten F-24 Komitee entwickelten Standard für Fahrgeschäfte. Die ASTM Standards werden mittlerweile auch in anderen Ländern außerhalb der USA eingesetzt.

IAAPA hat sich die Harmonisierung der nationalen und regionalen Standards zum Ziel gesetzt, um einen, internationalen Standard zu schaffen, der die höchstmögliche Sicherheit weltweit gewähren kann.